23.06.1943 - Am 23. Juni wird Mülheim kurz nach Mitternacht von 557 britischen Bombern angegriffen (242 Avro Lancaster, 155 Halifax, 93 Stirling, 55 Wellington, 12 Mosquito). 0:33 Uhr: Völlig überraschend greifen tieffliegende Mosquitos die Hauptwache der Feuerwehr Mülheim an der Aktienstraße an, um ein Ausrücken der Feuerschutzpolizei zu verhindern. 90 Menschen verlieren ihr Leben, 13 Löschfahrzeuge und die Telefonanlage werden zerstört. 0:45 Uhr: Fliegeralarm wird ausgelöst. 1:10 Uhr: Die ersten Bomben fallen auf die Innenstadt, den Bahnhof Eppinghofen und den Hauptbahnhof. Wenig später verlagert sich der Luftangriff nördlich nach Mellinghofen und Styrum, um die Schwerindustrie sowie die Verbindung nach Oberhausen zu treffen. 1:40 Uhr: Der Angriff verlagert sich nun nach Speldorf, wo der Hafen, das Eisenbahnausbesserungswerk und Bahnhof nebst Bahngleisen, die Firma Schmitz-Scholl und die Verbindung nach Duisburg Ziele sind. Insgesamt sterben in dieser Nacht 530 Menschen. 1630 Gebäude und die Infrastruktur werden total zerstört, die zahlreichen Brände dauern mehrere Tage und 40.000 Menschen müssen evakuiert werden.
